19. Jahrh. 1.Weltkrieg 2.Weltkrieg
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Der Ort Schmiedefeld ist erstmals im Jahre 1406 urkundlich
erwähnt. Der Name Smydfelt hängt offensichtlich
mit dem Schmieden von Eisen zusammen, dass am Eisenberg gewonnen und
In Feldschmieden verarbeitet wurde. Die ersten Siedler waren Berg-
und Holzleute. Das in Gruben am Eisenberg ( später Crux ) geförderte
Eisen wurde zum Teil in Suhl in den Waffenschmieden verarbeitet. Der
30-jährige Krieg zerstörte alles. Auch Schmiedefeld blieb
von den Ereignissen dieses Krieges nicht verschont. Aberglaube und
religiöser Fanatismus weiteten sich danach aus. So kam es auch
in Schmiedefeld dazu, daß Hexenverbrennungen auf dem Scheiterhaufen
stattfanden. Der Bergbau kam nach und nach zum Erliegen. Die Bewohner
Schmiedefelds waren gezwungen sich nach anderen Erwerbsquellen umzusehen.
Sie besannen sich der natürlichen Rohstoffe. Das war vor allem
der Wald, der den gesamten Ort umgab. Den kargen Lebensunterhalt verdienten
sich die armen Holzmacher im Wald. Diese Erträge aus dem Schmiedefelder
Forst waren für die hennebergische Herrschaft wichtig. Schon
im 16. Jahrhundert hatte ein Forstknecht und später ein Oberförster
ihren Sitz in Schmiedefeld. Den Forstknechten war seit 1594 das Privileg
vorbehalten, daß Brau- und Schankrecht auszuüben ! Nach
langen Kampf wurde 1679 dieses Recht an der Gemeinde übertragen.
Seit jener Zeit hatte dieser Erwerbszweig einen wichtigen Platz im
Wirtschaftsleben des Ortes. Andere Erwerbsquellen waren die Harzgewinnung,
die Verarbeitung zu Pech ( Pechhütte ) und die Kienrußherstellung.
Die Arbeit war sehr anstrengend, der Verdienst kärglich. Durch
dieses Gewerbe wurde der Ort Schmiedefeld zunehmend mit in den Handel
einbezogen. Die Huf und Nagelschmiede konnte entstehen, weil durch
den Handel fremde Pferdefuhrwerke durch den Ort kamen. Für die
Weiterfahrt wurden die Pferde beschlagen.1809 wurde Schmiedefeld das
Marktrecht verliehen. Die verstärkte Handelstätigkeit führte
zum Ausbau der Wege und Straßen. So wurde von 1838 bis 1841
die Kunststraße von Schleusingen über Schmiedefeld
nach Ilmenau und von 1847 bis 1849 von Schmiedefeld nach Suhl gebaut
. Dadurch erhielt Schmiedefeld 1851 eine Postexpedition 2 Klasse,
welche 1872 in ein Postamt umgewandelt wurde. So fuhr eine Postkutsche
bis 1904 zwischen Schmiedefeld und Suhl.
Drei große Brände behinderten immer wieder
die Entwicklung und den Aufbau des Ortes. Sie vergrößerten
die Armut und das Leid der Einwohner. Eine Feuersbrunst vernichtete
1692 in wenigen Stunden 42 Wohnhäuser in Asche, dabei verbrannten
zwei Kinder. Am 22.Juli 1868 suchte erneut ein Feuer den Gottesberg
( heutige Bergstraße ) und der hinteren Dorfstraße heim.
Die größte Brandkatastrophe für Schmiedefeld war der
11 August 1871. Gegen Mittag vernichtete ein gewaltiges Feuer 76 Wohnhäuser
und 49 andere Gebäude im mittleren und westlichen Ortsteil, darunter
das Gasthaus Henne, die Pfarrei, ein Lehrer-Wohngebäude, die
Post und die Oberförsterei . Dadurch wurden 182 Familien oder
600 Menschen obdachlos. Zur Linderung der Not erschien in einigen
großen Zeitungen einen Aufruf ,darunter auch in der Erfurter
Zeitung.
Ein großen Stellenwert nahm der Orgel- und Geigenbau
in Schmiedefeld ein, welcher einen guten Ruf weit über die deutschen
Grenzen hatte. Fünf Orgelbauerfamilien bauten bzw. rekonstruierten
mindestens 69 Orgeln, die noch zum Teil in Thüringen zu sehen
sind. So stand auch eine Schmiedefelder Orgel in der Dresdener Kreuzkirche.
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Anfang des 19 Jahrhunderts hielt auch die neuzeitliche Industrie in
Schmiedefeld Ihren Einzug so wurde 1809 eine Porzellanfabrik für
Tee- und Pfeifengut errichtet.
Die Glasbläserei kam 1862 durch Christian Schlegemilch
nach Schmiedefeld. Die Glasbläser erhitzten das Glas mittels
Fettlampen in ihren Wohnstuben. Unter primitiven Bedingungen arbeiteten
die meisten Einwohner als Heimarbeiter. Der Verdienst war niedrig
und die Armut groß. 173 Frosttage zählt man im Jahr, oft
schiebt man das letzte Scheid Holz Anfang Juni in den Kachelofen und
das erste gegen Ende September vom Stapel. Kartoffel wurden das erstemal
gegen 1722 in Schmiedefeld gelegt. Trotzdem waren die Schmiedefelder
ein singendes und musizierendes Völkchen.

Bei der Arbeit wurde eben gesungen und daraus entwickelte
sich im Jahre 1835 ein Männergesangverein. Durch den Baumeister
Gottlob Fuchs wurde 1853 eine Blaskapelle gegründet. Das Vereinsleben
in Schmiedefeld gewann immer mehr Bedeutung es wurden mehrere Chöre,
Schützenverein und Turnvereine gegründet. Auch die Feuerwehr
des Ortes war in das Vereinsleben mit einbezogen.
Im Jahre 1886 wurde die Eisenhüte in Neuwerk
zur erste Glashütte umgebaut. Durch den industriellen Fortschritt
wurde 1885 in den Orten Schmiedefeld und Stützerbach die Forderung
nach einem Bahnanschluß immer lauter. Mit dem Bau der Zahnradbahn
zwischen den Orten Stützerbach, Schmiedefeld und Schleusingen
wurde der Ort 1904 an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Errichtung
einer genossenschaftlichen Gasanstalt 1906 leitete eine neue Entwicklung
in der Glasindustrie ein. Mit der Inbetriebnahme der Liebergthütte
1919, dem heutige Glaswerk, wurde in der Glasverarbeitung eine neue
Qualität erreicht. Hier wurden auch in erste Zeit die Glasröhren
für die Glasbläser mit der Hand gezogen.
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Der erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 forderte auch von den Schmiedefelder
seine Opfer. So gaben 73 Schmiedefelder ihr Leben für diesen
Krieg. Frühjahr 1922. seit Kriegsende wahren dreieinhalb Jahre
vergangen, die deutsche Wirtschaft lag am Boden. Die Arbeitslosigkeit
war groß. Deutschlands Werktätigen hatten den niedrigsten
Reallohn in Europa. Auf dem Markt stiegen die Preise: 400 Mark für
ein Pfund Margarine, daß war kaum noch zu erschwingen. Das bedeutete
Konkurse und Betriebsstillegungen. Eine Wirtschaftskrise begann. In
Süddeutschland streikten 160000 Metallarbeiter , in Norddeutschland
mehrere hunderttausend Eisenbahner. In dieser Zeit der Wirtschaftskrise
und dem harten Konkurrenzkampf des Überlebens mußten auch
viele Schmiedefelder Tribut zollen.

In der Inflationszeit waren etwa 500 Schmiedefelder
von der Arbeitslosigkeit betroffen. 1923 wird in Schmiedefeld das
Notgeld eingeführt.
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Der zweite Weltkrieg von 1939 bis 1945 brachte auch für Schmiedefeld
verheerende Folgen. Für diesen Krieg gaben 253 Schmiedefelder
Bürger ihr Leben. Sie fielen auf allen Kriegsschauplätzen
in Europa und Afrika. Bei den Kämpfen um Schmiedefeld vom 6.
Bis 8 April gaben 23 Kriegsfreiwillige der Einheit 11. Marschsturm
der Fallschirmjäger der SA- Standarte Feldherrenhalle,
ihr Leben. Der Älteste 23 Jahre und der jüngste 15. Jahre.
Bevor die ersten Einheiten der amerikanischen Armee über Suhl
nach Schmiedefeld einmarschierten wurden durch die Einheit 11
Marschsturm des Fallschirmjäger -Regiment der SA Standarte Feldherrenhalle
auf Befehl 10 ukrainische Bürger im Gerstgrund, Richtung Allzunah
/ Frauenwald erschlagen. Eingeleitet wurde der Einmarsch der amerikanischen
Armee durch Beschuß und Bombenangriff auf Schmiedefeld am 6.und
7. April. Bei diesen Kampfhandlungen der Amerikaner fanden 3 Schmiedefelder
Bürger den Tot. Im Ort wurden 10 Häuser zerstört und
brannten nieder. Auch schwer beschädigt wurde die Glashütte.
Am 8. April gegen 16 Uhr war für Schmiedefeld der II Weltkrieg
zu Ende. Im KZ Buchenwald kamen nach dem Krieg sechs Schmiedefelder
Bürger zu Tode. Noch am 8. Mai des Jahres 1945 wurde ein 9 er.
Junge beim Spielen durch eine Brandbombe (Blindgänger ) tödlich
verletzt. Damit gaben für diesen wahnsinnigen Krieg 261 Schmiedefelder
ihr Leben. Unter diesen Opfern waren auch viele fleißige Arbeiter
und das Leid zog damit in jede Familie des Ortes ein, um mit ihren
geschickten Händen am Gasofen oder in den Glasbläsereien
ihre Arbeit zu versehen.
Nach dem Krieg begann unter schwierigen Bedingungen
der allgemeine Aufbau, so wurde 1946 der Hafenofen im Glaswerk in
Betrieb genommen und chemisch -technisches Hohlglas produziert. Großen
Schaden wurde im Sommer 1946 bei der Windbruchkatastrophe in den Wäldern
um Schmiedefeld angerichtet. Bei der Aufarbeitung des Schadens hatten
die Schmiedefelder Bürger einen hohen Anteil. Trotz Schwierigkeiten
wuchs der Ort. Das Glaswerk, ein Betriebsteil des Thermometerwerk
Geraberg, die Brauerei und einige kleine Betriebe der Glasverarbeitung
setzten eine lange Tradition fort. Dazu kamen einige weitere Reihe
von Betrieben der Metall und Holzindustrie, eine Außenstelle
Simon& Co Suhl ( VEB Fajas ) oder das Wohnungsbaukombinat Suhl,
hervorgegangen aus der PGH Bau Schmiedefeld ( Blaß ) Kleine
Betriebe und Heimarbeiter hatten sich zur einer Genossenschaft
der Glasverarbeitenden gewerblichen Betriebe mit 55 Mitgliedern
zusammen geschlossen, welche auch etwa 90 Beschäftigen hatten.
Obwohl die Zahl der selbständigen Heimarbeiter sich seit der
Gründung der Genossenschaft wesentlich verringert hat, bestand
in Schmiedefeld noch immer eine größere Zahl an privaten
handwerklichen Betriebe so auch in der Glasverarbeitung, die sich
besonders mit der Fertigung von Spezialglasinstrumenten und Reparaturen
hochwertiger Glasgeräte beschäftigen.
Neben der Industrialisierung des Ortes entwickelte
sich der Kurbetrieb .Dieses war in den 20 er Jahren den Leuten vorbehalten,
die es sich leisten konnten. Mit fortschreitender Entwicklung und
der Zunahme der Einwohnerzahl des Ortes Schmiedefeld ganz besonders
nach dem ersten Weltkrieg entwickelte sich der Kurbetrieb weiter.
Die Gästezahl nahm von Jahr zu Jahr zu, so konnten schon im Jahre
1928 402 Kurgäste hier Erholung finden. Während die Zahl
an Fremden, welche den Ort kurz besuchten oder auf Durchreise waren,
1625 Personen betrug. Zehn Jahre später war die Zahl der Kurgäste
schon auf rund 3900 angestiegen.
Das Elend des zweiten Weltkrieges und sein verheerendes
Ende brachte nicht nur den Kurbetrieb zu Stillstand sondern vernichtete
fast alle Einrichtungen, welche dem Fremdenverkehr dienten. Nach dem
Krieg brach für Schmiedefeld eine neue Zeit des Fremdenverkehrs
für Jedermann an. Die drei Säulen der Entwicklung des Fremdenverkehrs
in Schmiedefeld waren der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund ( FDGB
), das Deutsche Reisebüro und die IG Wismut. Mit großem
Eifer sind die Einwohner des Ortes ans Werk gegangen, trotz aller
Wohnungsnot und zeitbedingter Schwierigkeiten Unterkünfte und
Einrichtungen zu erstellen, um so den Menschen die Urlaubszeit so
angenehm wie möglich zu gestalten. Mit den Vermietern wurden
Verträge durch den FDGB zu regelmäßigen Vermietungen
von Zimmern abgeschlossen. Sämtliche Gasthäuser des Ortes
waren Vertragshäuser. Schmiedefeld war 1948 der erste Ort des
Landkreises Suhl, der eine organisierte Urlauberverkehr hatte. Besonders
erfolgreich war die Einrichtung des Ferienheimes der IG Wismut
in Schmiedefeld. Die beste Möglichkeit dafür war ,daß
Wohn und Geschäftshaus ( Schlegemilch Bahnhofstr.) wurde zu einem
neuzeitlichen Ferienheim umgestaltet wurde und gab so 40 Wismut- Urlaubern
schöne Erholungsmöglichkeiten. Weiterhin hatte die IG Wismut
Verträge mit Zimmervermietern abgeschlossen. Da auch das Deutsche
Reisebüro eine ganze Anzahl von Erholungssuchenden nach Schmiedefeld
schickte, war nicht verwunderlich, daß die Anzahl der Urlauber
zunahm. Verbrachten im Jahre 1953 16 800 Gäste einen vierzehntägigen
Urlaub in Schmiedefeld ,so waren es im Jahre 1955 waren es schon 25
000 Urlauber. Besonders stark setzte sich die Kurverwaltung und das
Ferienzentrum für eine Erweiterung der Erholungsmöglichkeiten
ein. Mit dem Bau des Erholungsheimes Deutsch - Sowjetische Freundschaft
,dem IG Wismut Heim ,als zentrale Versorgungseinrichtung
der privaten Zimmervermieter im Volksmunde die Scherbenkiste
und den Bau des Erholungsheimes Schöne Aussicht mit
500 Betten konnte die Aufnahme von Gästen auf jährlich 65
000 erhöht werden. Mit der Wende 1989, welche auch in Schmiedefeld
ihre Spuren hinterließ, brach der Tourismus erneut zusammen.
Durch den Fleiß und dem Mut zum Risiko schafften die Zimmervermieter
und die Gaststätten ,durch den Bau von kleinen Pensionen, Verbesserungen
der Hotelzimmer sowie den Neubau von Hotels , laut Gäste-Verzeichnisse
434 Gästebetten in hoher Qualität. In der Zusammenarbeit
mit dem Fremdenverkehrsamt, dem Fremdenverkehrsverein und der eignen
Initiative erreichte der Ort Schmiedefeld zwischen den Jahren 1994
bis 1996 von 16 306 bis 43 609 Gästeübernachtungen. Die
Zukunft des Ortes Schmiedefeld wird der Tourismus sein, das ergibt
sich aus der Lage. Seine Umgebung dem Wald und seiner Flora in Besonderen
das von der UNESCO anerkannte 17 000 ha große Biosphärenreservat
Vessertal, bieten den Gästen eine Vielzahl von Naturschönheiten.
Ein gut ausgebautes, markiertes Wanderwegenetz macht es allen Besuchern
leicht, sich zurechtzufinden. In Schmiedefeld und Umgebung findet
auch der Wintersportler ein breites Angebot zur aktiven sportlichen
Bestätigung für alle Ansprüche. Für Liebhaber
der Skiwanderungen und des Langlaufs stehen auf den malerischen Rennsteighöhen
und den Ausläufern des Kammgebirges ein ca. 50 km langes Loipen
- und Skiwanderwegenetz zur Winterzeit bereit. Freunde des alpinen
Skisportes finden am Skihang des Großen Eisenberges ideale Bedingungen.
Von der Talstation in unmittelbarer Ortsnähe überwindet
die längste Skiliftanlage Thüringens (800 m) 120 m Höhenunterschied
bis zur Bergstation. Für Kinder gibt es weitere Möglichkeiten
wie die Rodelbahn und eine Spritzeisbahn.
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In Schmiedefeld wurde schon seit den 1900 Jahrhundert Sport getrieben;
so wurde 1909 ein Wintersportverein ins Leben gerufen dem es gelang
eine Rodelbahn anzulegen. Die Rodelbahn sollte nicht nur von den Einheimischen
benutzt werden ; sie war auch dem auswärtigem Sportbegeisterten
zur Ausübung des Rodelsport geöffnet. Sie hatte eine Länge
von 1500 Metern und war vom Bahnhof Rennsteig wie von
Schmiedefeld in 12 Minuten zu erreichen. Die Sprungschanze am Stänglich
war bis in den 50 er. Jahren Anziehungspunkt vieler Springen. Schmiedefeld
war ein beliebter Ort der Durchführung von Wettkämpfen im
besonderem dem Langlauf und den Nordisch Kombinierten. So war Schmiedefeld
1936 der Hauptverpflegungspunkt im Internationalen Eisrennen von Oberhof
nach Schmiedefeld und zurück. Die Tradition des Sportes, im Besonderem
der Wintersport, bekam nach 1945 neue Dimensionen.

Durch den Bau der Walter Ulbricht Schanze
1950 konnten nationale und internationale Wettkämpfe ausgerichtet
werden, denn die Schanze am Stänglich entsprach nicht mehr den
Anforderungen. Am 19.01.1959 gewann Werner Lesser vor 15 000 Zuschauern
mit Sprüngen von 77 und 76 Metern. Aus der hohen Zahl der bei
großen Wintersportwettkämpfen siegreich hervorgegangenen
Schmiedefeldern sei nur an einigen wenigen in Sportkreisen gut bekannten
Namen erinnert, wie an Heinz Holland, den vielfachen DDR-Meister,
an Erich Lindenlaub mehrfacher DDR- Meister und Mitglied der deutschen
Olympiamannschaft in Cortina d Ampezzo, an Helga Bochert, zweifache
DDR-Meisterin und beste Deutsche Teilnehmerin an den Weltmeisterschaften
in Falun in Schweden, an den vielfachen DDR-Meister Hogo Forkel und
nicht zu vergessen die vielen Kader die Schmiedefeld hervorgebracht
hat ,welche die Sportschulen in Oberhof und Zella Mehlis besucht haben.
Schmiedefeld war auch das Leistungszentrum für Jugendliche Schmiedefelder,
welche gute Bedingungen hatten. So standen ihnen zum Training die
Jugendschanze, Rollerstrecke, Rodelbahn und gute Ausbilder zur Seite.
Der Langlauf, Nordisch Kombinierte und Rodeln wurde der Bestandteil
der BSG Schmiedefeld. Mit einem großen Stab an Kampfrichtern
war Schmiedefeld zu jeder Zeit in der Lage Wettkämpfe aller sportlichen
Arten National und International sowie Sportveranstaltungen von Vereinen,
Betrieben und Städte auszurichten. Mitunter wurden so jährlich
40 Veranstaltungen durch das Kampfrichterteam ausgerichtet. Seit nun
mehr über 20 Jahren ist Schmiedefeld Zielort ,des Guts Muths-
Rennsteiglaufes. Dieser Lauf wurde vor 25 Jahren von wenigen Läufern
ins Leben gerufen und entwickelte sich zur DDR- Zeit zum größten
Volkssportlauf .Das Interesse an diesem Lauf wurde von Jahr zu Jahr
immer größer ,so das bald die Meldungen zum Lauf die 10
000 erreichte. Gleichzeitig kamen viele Angehörige und Zuschauer
so ,daß im Ort am diesem Tage weit über 25 000 Besucher
beherbergt wurden. Nach der Wende 1989 hatte der Guts Muths Lauf seine
Schwierigkeiten im Rahmen der vielen Läufe Deutschlands. Nach
und nach konnte man das Interesse für diesen Lauf neu belebt
werden und so wurden im Jahre 1994 von der SV Schmiedefeld mit seinen
45 Kampfrichtern und 250 Helfern 12 000 Läufer und 25 000 Zuschauern
betreut. Heut ist dieser Guts Muths- Rennsteiglauf Europas größter
Cross Europacup im Supermarathon ,welcher den Nahmen von Schmiedefeld
in alle Welt tragen wird.